Eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm ist das Sterntaler.

Die Geschichte ist schnell erzählt, ein armes Waisenkind was selber nicht viel besitzt, verschenkt auch seine letzten Habseligkeiten und wird zum Ende durch Taler die vom Himmel fallen belohnt.

Dieses Märchen wollen wir ganz neu erzählen.

Wieder haben wir die große Ehre mit dem Hamburger Fotografen Christoph Siegert und Desiree Buchwald an der Umsetzung zu basteln.

Desiree bringt es sofort auf den Punkt, Sterntaler in einem Spielcasino vor einem einarmigen Banditen! Es ist ein kurzes Märchen und mit einem Motiv erklärt.

Bereits auf der Berlin Fashion Week, hat Melina so überzeugend “gesterntalert”, dass sie es auch unbedingt in dem Shooting sein sollte.

Ein exclusives und einzigartiges Spielcasino, da kommt nur das Casino Esplanade der Spielbank Hamburg in Frage. Das erste Mal in meinem Leben betrete ich eine Spielbank, wow! Bei der vorherigen Besichtigung wird jedoch schnell klar, ganz so einfach wie wir uns das gedacht haben ist es nicht. Die Automaten blinken und leuchten nur, wenn sie im Betrieb sind. Wir dürfen Vormittags shooten, wenn das Casino noch nicht geöffnet hat und die Automaten noch nicht eingeschaltet sind. Also umdisponieren.

In einem vergoldeten Raum stehen zwei große Roulette Tische. Wir stellen das Sterntaler darauf, das passt! Aleksa zaubert ein traumhaftes Sterntaler Make-up und es rieselt vier Kilogramm “echte” Schokoladen Sterntaler, lecker! (Essen wir danach natürlich alle auf : ) )

Sterntaler – Das Märchen

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.

Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott segne dir’s,“ und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: „Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,“ und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Ein Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm.

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